Die Grabräuber von Stefan Blanck
Ein zweiter Bolzen trifft dich und reißt nicht nur ein weiteres Loch in deine Rüstung, sondern entreißt dir auch 8 Lebenspunkte. Doch selbst das kann dich nicht von deinem Ziel abbringen. Dein Gegenüber wird kreidebleich als du ihm die Schneide deiner Waffe an den Hals hältst, damit er ihre Schärfe spürt. "Den Schatz", sprichst du leise. "Her damit."
Mit zitternden Händen übergibt er dir das Kleinod. "Warum nicht gleich so?" Als du dich zum Gehen wendest, meint er unverschämt: "Ihr wolltet mir doch den Kaufpreis erstatten." Langsam drehst du dich noch einmal zu ihm um. Dabei ziehst du dir in einer einzigen und schnellen Bewegung einen der beiden schweren Bolzen aus der Brust und nagelst seine Hand damit auf dessen Schreibtisch. Der schreit schmerzerfüllt auf. "Was? Aargh! Neeein!" Du ziehst dir den zweiten Bolzen aus der Brust. "In welchen Körperteil soll ich dir den stecken. Häh?" Er jammert kläglich. "Nein. Nicht." Gnädig lässt du den Bolzen fallen. Beim Hinausgehen zertrümmerst du beiläufig eine Vitrine. Zahlreiche Phiolen gehen zu Bruch. "Nehmt Euch in Acht", sprichst du zu dem Häufchen Elend hinter deinem Rücken, "damit Ihr durch weitere unbedachte Äußerungen nicht selbst Euer Grab schaufelt. Ich würde ungern zu Eurem Grabräuber werden." |